29. November

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Römer 8.31b:

Ist Gott für uns, wer mag wieder uns sein?

 

Das ist die wesentlichste, ja die einzige Stütze, die uns in jeder Versuchung aufrecht erhält. Denn wenn wir keinen gnädigen Gott haben, so kann uns das größte Glück nicht zu fröhlicher Zuversicht verhelfen. Dagegen ist Gottes Gnade ein unerschöpflicher Trost in aller Trübsal, ein starker Schutz, der jedes Gewitter aushält. Zahlreiche Sprüche der Schrift zeugen von diesen kühnen Vertrauen der Heiligen allein auf Gottes Kraft, welches ihnen Mut gibt, alles Widerstandes dieser Welt zu spotten: Psalm 23.4 – Ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir!; Psalm 56.5 – Auf Gott will ich hoffen, und mich nicht fürchten; was sollte mir Fleisch tun?; Psalm 3.7 – Ich fürchte mich nicht vor viel Tausenden, die sich umher wider mich legen. Dazu viele andere Sprüche mehr. Es gibt ja keine Macht im Himmel und auf Erden, welche dem Arm des Herrn widerstehen könnte. Darum, wenn Gott für uns kämpft, so zittern wir vor keinem Angriff! Das eigentliche Zeichen wahren Gottvertrauens ist, dass wir, zufrieden mit Seinem Schutze, nichts fürchten und nie den Mut verlieren. Erschüttert mag der Mut der Gläubigen oft werden, aber nie gebrochen. Alles in allem: Der Apostel will uns einprägen, dass ein gläubiger Sinn sich am inneren Zeugnis des Heiligen Geistes aufrichtet und nicht von äußeren Widerfahrnissen abhängig macht.

(Calvin)