27. Juli

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Epheser 3.12:

…durch welchen (Jesus Christus) wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.

 

Aus solchem Glauben, der also das erste Stück der Reihe ist, erwächst Freudigkeit und Zugang zu Gott. So ergeben sich drei Stufen: Zuerst trauen wir auf Gottes Verheißungen. Darauf fassen wir eine ruhige Freudigkeit, die uns allezeit getrost sein lässt. Damit öffnet sich endlich der Zugang zu dem Gott, dem wir uns ohne alle Furcht und unerschütterlich anvertrauen. Wer den Glauben von diesem fröhlichen Vertrauen losreißen möchte, tut nicht klüger, als wer der Sonne ihr Licht und ihre Wärme nehmen will. Dabei will ich gern zugeben, dass diese Zuversicht bei einigen in größerem Maße, bei anderem in geringerem Maße vorhanden ist, entsprechend der Stärke des Glaubens.
Aber es gibt keinen Glauben ohne seine Wirkungen und Früchte. Daher ist der sicherste Beweis für den Unglauben ein erschrockenes und unruhiges Gewissen, und der sicherste Beweis für den Glauben ein ruhiges und beständiges Gewissen, das siegreich den Pforten der Hölle trotzt. Hier ist die heilige, kühne Hoffnung, die im Vertrauen auf unseren Mittler Christus sicher in Gottes Liebe ruht. Mit voller Gewissheit wagen wir uns das ewige Leben zuzusprechen und fürchten nicht Tod noch Hölle.

(Calvin)