28. November

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Hosea 14.5:

So will ich ihre Abtrünnigkeit wieder heilen; gerne will ich sie lieben; denn mein Zorn soll sich von ihnen wenden.

 

Dieser Spruch ist ein ganzes Buch göttlicher Weisheit im Kleinen. Wer seinen Sinn versteht, ist ein Gottesgelehrter. Wer sich in die Fülle seiner Gedanken versenken kann, ist ein Meister in Israel. Er ist eine Zusammenfassung der herrlichen Botschaft des Heils, das uns widerfahren ist in Christo Jesu, unserem Erlöser. Der Sinn hängt in dem Wörtlein gern. – Dies ist der herrliche, göttliche Weg, auf dem die Liebe vom Himmel auf die Erde herabströmt, eine freiwillige Liebe, die sich über die ergießt, die es nie verdient, nie gesucht und nie erkauft haben. Es ist wahrlich die einzige Art, wie Gott solche Leute wie uns lieben kann. Wenn irgendeine Würdigkeit von unserer Seite her erforderlich wäre, dann liebte Er uns ja nicht gern. Wenigstens wäre es eine Abschwächung und Zurückhaltung der Willigkeit der Liebe. Wir klagen, dass unser Herz verhärtet ist, dass wir nicht ein solches Bedürfnis nach Christus verspüren, wie wir wohl gern möchten. Aber Er will uns nicht darum lieben, weil wir Bedürftigkeit empfinden, nein: Gern will ich dich lieben. Es gibt keine Bedingungen für diese Liebe Gottes. Der Bund der Gnade hängt von keinerlei Voraussetzungen ab, so dass wir ohne irgendwelche Würdigkeit es auf die Verheißung Gottes hin getrost wagen dürfen, die Er uns in Christo Jesu gegeben hat: Wer an Ihn glaubt, der wird nicht gerichtet! Es ist eine selige Erkenntnis, zu wissen, dass die Gnade Gottes uns jederzeit frei offensteht, ohne alle Vorbereitung! ohne alle Tüchtigkeit von unserer Seite! Ohne Geld und umsonst!

(Spurgeon)