28. März

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Hebräer 4.14:

Dieweil wir einen großen Hohepriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasst uns halten an dem Bekenntnis.

 

Es ist eine eigene Erscheinung auf dem Gebiete des inneren Lebens, dass, welche Vergewisserung wir auch von dem Worte Gottes haben, aller Zorn dahin ist, dass wir einen Hohepriester haben, der alles für uns ausgerichtet hat. Aber dennoch fällt es uns schwer, an diesem Bekenntnis festzuhalten. Ja, es ist uns auf Dauer eine ganz unmögliche Sache. Man hat so Leute, welche, nachdem sie zum Glauben gekommen sind, ununterbrochen voranglauben; für sie ist alles eine ausgemachte Sache. Sie haben Vergebung der Sünden und kommen gewiss in den Himmel, das steht bei ihnen fest. Dass man seiner Seligkeit gewiss sein kann, auch gewiss sein muss, das ist ja eine ausgemachte Sache. Es geht hier aber um das Wie! Wo wahres Leben ist, da hört es nicht auf mit Mühseligkeit, mit Streit, Zagen, Zweifeln, Unruhe, mit Bangesein vor dem Zorne Gottes, in Summa, mit allerlei Anfechtung. Wer genau achtet auf das, was aus dem Herzen hervorkommt, der sieht fortwährend, dass es ihm geht, wie wir es in den Psalmen finden: Bald weint er, bald singt er, es ist ein fortwährendes Ringen da, Furcht vor Gottes Zorn, ein Schreien um Gnade, ein Lob Seines Namens Schrecken des Todes und der Hölle, dann wieder ein Danklied – solches geht auf und ab, bald liegt man ganz unten, bald ist man wieder oben. Das sind so die Gedanken des Aufrichtigen, dem es um Leben und Durchkommen geht.

(Kohlbrügge)