18. Juli

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Matthäus 21.5:

Saget der Tochter Zion, dein König kommt zu dir sanftmütig.

 

Fliehe und verzage nicht! Er kommt nicht, wie Er kam zu Adam, Kain, zur Sündflut, zu Babylonien, zu Sodom und Gomorrah; auch nicht, wie Er kam zum Volk Israel auf dem Berge Sinai – Er kommt nicht im Zorn, will nicht mit dir rechten noch Schuld fordern. Es ist aller Zorn abgelegt; eitel Sanftmut und Güte ist da. Er will einmal mit dir fahren, dass dein Herz Lust, Liebe und alle Zuversicht zu Ihm haben soll, dass du dich hinfort ja so sehr und vielmehr zu Ihm halten sollst und Zuflucht suchen, als du dich zuvor hast vor Ihm entsetzt und geflohen bist. Es ist nicht genug, dass uns Christus erlöset von der Tyrannei und Herrschaft der Sünde, des Todes und der Hölle und unser König wird, sondern Er gibt sich auch selbst uns zu eigen, dass es alles unser sei, was Er ist und hat, davon Paulus in Römer 8.32 sagt: Er hat Seinen eigenen Sohn nicht verschonet, sondern für uns alle gegeben, wie sollte Er denn nicht alle Dinge uns mit Ihm gegeben haben? Also hat die Tochter Zion von Christo zwiefältige Güter: Das erste ist der Glaube und der Geist im Herzen, davon sie rein und los wird von Sünden; das andere ist Christus selbst, dass sie sich mag über die gegebenen Güter rühmen von Christo, als wäre es auch alles ihr eigen, was Christus selbst ist und hat, dass sie sich auf Christum als auf ihr Erbgut mag verlassen, davon Paulus in Römer 8.34 sagt: Christus ist unser Mittler vor Gott. Ist Er unser Mittler, so nimmt Er sich unser an, und wiederum nehmen wir uns Seiner an als des unseren.

(Luther)