Heidelberger Katechismus V

 

DER ZWEITE TEIL

Von Gott dem Sohn

 

 
FRAGE 29

Warum wird der Sohn Gottes Jesus, das heißt »Seligmacher«, genannt?

Weil er uns selig macht von unseren Sünden (Matthäus 1.21; Hebräer 7.24 & 7.25), und weil bei keinem anderen irgendeine Seligkeit zu suchen noch zu finden ist (Apostelgeschichte 4.12).

 

Matthäus 1.21

Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.

Apostelgeschichte 4.12

Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.

Hebräer 7.24

... dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.

Hebräer 7.25

Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.

  

  

FRAGE 30

Glauben denn die auch an den alleinigen Seligmacher Jesus, die ihre Seligkeit und Heil bei Heiligen, bei ihnen selbst oder anderswo suchen?

Nein, sondern sie verleugnen mit der Tat den alleinigen Seligmacher und Heiland Jesus, auch wenn sie ihn rühmen (1. Korinther 1.12-13 & 1.31; Galater 5.4). Denn entweder muss Jesus nicht ein vollkommener Heiland sein, oder die diesen Heiland mit wahrem Glauben annehmen, müssen alles in ihm haben, das zu ihrer Seligkeit vonnöten ist (Jesaja 9.6; Kolosser 1.19-20 & 2.10; Johannes 1.16).

 

Jesaja 9.6

... auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, dass er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

Johannes 1.16

Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.

1. Korinther 1.12-13 

Ich meine aber dies, dass unter euch der eine sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: Ich zu Apollos, der dritte: Ich zu Kephas, der vierte: Ich zu Christus. Wie? Ist Christus etwa zerteilt? Ist denn Paulus für euch gekreuzigt? Oder seid ihr auf den Namen des Paulus getauft?

1. Korinther 1.31

... damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22.23): »Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!«

Galater 5.4

Ihr habt Christus verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid aus der Gnade gefallen.

Kolosser 1.19-20

Denn es hat Gott wohlgefallen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte und er durch ihn alles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

Kolosser 2.10

... und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist. 

 

  

FRAGE 31

Warum wird er Christus, das heißt ein »Gesalbter«, genannt?

Weil er von Gott dem Vater eingesetzt und mit dem Heiligen Geist (Hebräer 1.9) gesalbt ist zu unserem obersten Propheten und Lehrer (5. Mose 18.15; Apostelgeschichte 3.22), der uns den verborgenen Rat und Willen Gottes von unserer Erlösung vollkommen offenbart (Johannes 1.18 & 15.15); und zu unserem einzigen Hohenpriester (Psalm 110.4; Hebräer 7.21), der uns mit dem einmaligen Opfer seines Leibes erlöst hat und immer mit seiner Fürbitte vor dem Vater vertritt (Römer 8.34; Römer 5.9-11); und zu unserem ewigen König, der uns mit seinem Wort und Geist regiert und bei der erworbenen Erlösung schützt und erhält (Psalm 2.6; Lukas 1.33; Matthäus 28.18).

 

5. Mose 18.15

Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.

Psalm 2.6

»Ich aber habe meinen König eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.«

Psalm 110.4

Der HERR hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: »Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks.«

Matthäus 28.18

Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

Lukas 1.33

... und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.

Johannes 1.18

Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.

Johannes 15.15

Ich sage hinfort nicht, dass ihr Knechte seid; denn ein Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, dass ihr Freunde seid; denn alles, was ich von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan.

Apostelgeschichte 3.22

Mose hat gesagt (5.Mose 18,15.19): »Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. ...«

Römer 5.9-11

Um wieviel mehr werden wir nun durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerecht geworden sind! Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, um wieviel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, nachdem wir nun versöhnt sind. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

Römer 8.34 

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Hebräer 1.9

»... Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit; darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen.«

Hebräer 7.21

... dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4): »Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit.«

  

FRAGE 32

Warum wirst aber du ein Christ genannt?

Weil ich durch den Glauben ein Glied Christi bin (Apostelgeschichte 11.26) und so Anteil an seiner Salbung habe (1. Johannes 2.27; Apostelgeschichte 2.17; Joel 3.1), damit auch ich seinen Namen bekenne (Markus 8.38; Matthäus 10.32), mich ihm zu einem lebendigen Dankopfer hingebe (Römer 6.13 & 12.1; Offenbarung 1.6 & 5.8; 1. Petrus 2.5 & 2.9) und mit freiem Gewissen in diesem Leben gegen die Sünde und den Teufel kämpfe (1. Timotheus 1.18-19) und hernach in Ewigkeit mit ihm über alle Kreaturen herrsche (2. Timotheus 2.12).

 

Joel 3.1

Und nach diesem will ich meinen Geist ausgießen über alles Fleisch, und eure Söhne und Töchter sollen weissagen, eure Alten sollen Träume haben, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen.

Matthäus 10.32

Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.

Markus 8.38

Wer sich aber meiner und meiner Worte schämt unter diesem abtrünnigen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.

Apostelgeschichte 2.17

»Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; ...«

Apostelgeschichte 11.26

Und als er ihn fand, brachte er ihn nach Antiochia. Und sie blieben ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.

Römer 6.13

Auch gebt nicht der Sünde eure Glieder hin als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebt euch selbst Gott hin, als solche, die tot waren und nun lebendig sind, und eure Glieder Gott als Waffen der Gerechtigkeit.

Römer 12.1

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

1. Timotheus 1.18-19

Diese Botschaft vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, nach den Weissagungen, die früher über dich ergangen sind, damit du in ihrer Kraft einen guten Kampf kämpfst und den Glauben und ein gutes Gewissen hast. Das haben einige von sich gestoßen und am Glauben Schiffbruch erlitten.

2. Timotheus 2.12

... dulden wir, so werden wir mit herrschen; verleugnen wir, so wird er uns auch verleugnen; ...

1. Petrus 2.5

Und auch ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistlichen Hause und zur heiligen Priesterschaft, zu opfern geistliche Opfer, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.

1. Petrus 2.9

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; ...

1. Johannes 2.27

Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr habt nicht nötig, daß euch jemand lehrt; sondern, wie euch seine Salbung alles lehrt, so ist's wahr und ist keine Lüge, und wie sie euch gelehrt hat, so bleibt in ihm.

Offenbarung 1.6

... und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

Offenbarung 5.8

Und als es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, ...

 

  

FRAGE 33

Warum heißt er Gottes eingeborener Sohn, wo doch auch wir Kinder Gottes sind?

Weil Christus allein der ewige natürliche Sohn Gottes ist (Johannes 1.1-3 & 1.14 & 1.18; Hebräer 1.2), wir aber um seinetwillen aus Gnade zu Kindern Gottes angenommen sind (Römer 8.15-17; Epheser 1.5-6).

 

Johannes 1.1-3

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.

Johannes 1.14

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Johannes 1.18

Niemand hat Gott je gesehen; der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist, der hat ihn uns verkündigt.

Römer 8.15-17

Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater! Der Geist selbst gibt Zeugnis unserm Geist, dass wir Gottes Kinder sind. Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Christi, wenn wir denn mit ihm leiden, damit wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden.

Epheser 1.5-6

... hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, zum Lob seiner herrlichen Gnade, mit der er uns begnadet hat in dem Geliebten.

Hebräer 1.2

... hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat.

 

  

FRAGE 34

Warum nennst du ihn unseren Herrn?

Weil er uns mit Leib und Seele von der Sünde und aus aller Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem teuren Blut, ihm zum Eigentum erlöst und erkauft hat (1. Petrus 1.18-19 & 2.9; 1.Korinther 6.20 & 7.23).

 

1.Korinther 6.20

Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

1.Korinther 7.23

Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.

1. Petrus 1.18-19

... denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

1. Petrus 2.9

Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht; ...

 

  

FRAGE 35

Was heißt, dass er empfangen ist von dem Heiligen Geist, geboren von Maria, der Jungfrau?

Dass der ewige Sohn Gottes, der wahrer und ewiger Gott ist (Johannes 1.1; Römer 1.4) und bleibt (Römer 9.5), wahre menschliche Natur aus dem Fleisch und Blut der Jungfrau Maria (Galater 4.4; Johannes 1.14) durch Wirkung des Heiligen Geistes an sich genommen hat (Matthäus 1.18 & 1.20; Lukas 1.35; Epheser 1.3), damit er auch der wahre Samen Davids ist (Psalm 132.11; Römer 1.3), seinen Brüdern in allem gleich (Philipper 2.7), ausgenommen die Sünde (Hebräer 4.15).

 

Psalm 132.11

Der HERR hat David einen Eid geschworen, davon wird er sich wahrlich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Thron setzen einen, der von deinem Leibe kommt.

Matthäus 1.18

Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, dem Josef vertraut war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem heiligen Geist.

Matthäus 1.20

Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem heiligen Geist.

Lukas 1.35

Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

Johannes 1.1

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Johannes 1.14

Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Römer 1.3

... von seinem Sohn Jesus Christus, unserm Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, ...

Römer 1.4

... und nach dem Geist, der heiligt, eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft durch die Auferstehung von den Toten.

Römer 9.5

... denen auch die Väter gehören, und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott über alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.

Galater 4.4

Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, ...

Epheser 1.3

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns gesegnet hat mit allem geistlichen Segen im Himmel durch Christus.

Philipper 2.7

... sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

Hebräer 4.15

Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde.

 

  

FRAGE 36

Was nützt dir die heilige Empfängnis und Geburt Christi?

Dass er unser Mittler ist (Hebräer 2.16-18) und mit seiner Unschuld und vollkommenen Heiligkeit meine Sünde, in der ich empfangen bin, vor Gottes Angesicht bedeckt (Psalm 32.1; 1. Korinther 1.30).

 

Psalm 32.1

Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben sind, dem die Sünde bedeckt ist!

1. Korinther 1.30

Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, ...

Hebräer 2.16-18

Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern der Kinder Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen die Sünden des Volkes. Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden.

  

  

FRAGE 37

Was verstehst du unter dem Wörtchen »gelitten«?

Dass er an Leib und Seele die ganze Zeit seines Lebens auf der Erde, besonders aber an dessen Ende, den Zorn Gottes gegen die Sünde des ganzen Menschengeschlechts getragen hat (1. Petrus 2.24; Jesaja 53.12), um mit seinem Leiden als dem einmaligen Sühnopfer (1. Johannes 2.2 & 4.10; Römer 3.25) unseren Leib und unsere Seele von der ewigen Verdammnis zu erlösen und uns Gottes Gnade, Gerechtigkeit und ewiges Leben zu erwerben.

 

Jesaja 53.12

Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.

Römer 3.25

Den hat Gott für den Glauben hingestellt als Sühne in seinem Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit, indem er die Sünden vergibt, die früher ...

1. Petrus 2.24

... der unsre Sünde selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden.

1. Johannes 2.2

Und er ist die Versöhnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

1. Johannes 4.10

Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.

 

FRAGE 38

Warum hat er unter dem Richter Pontius Pilatus gelitten?

Damit er unschuldig unter dem weltlichen Richter verdammt würde (Apostelgeschichte 4.27-28; Lukas 23.14; Johannes 19.4) und uns damit von dem strengen Urteil Gottes, das über uns ergehen sollte, frei macht (Psalm 69.5; Jesaja 53.4-5; 2. Korinther 5.21; Galater 3.13).

 

Psalm 69.5

Die mich ohne Grund hassen, sind mehr, als ich Haare auf dem Haupte habe. Die mir zu Unrecht feind sind und mich verderben wollen, sind mächtig. Ich soll zurückgeben, was ich nicht geraubt habe.

Jesaja 53.4-5

Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.

Johannes 19.4

Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich führe ihn heraus zu euch, damit ihr erkennt, dass ich keine Schuld an ihm finde.

Lukas 23.14

... und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht als einen, der das Volk aufwiegelt; und siehe, ich habe ihn vor euch verhört und habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deretwegen ihr ihn anklagt; ...

Apostelgeschichte 4.27-28

Wahrhaftig, sie haben sich versammelt in dieser Stadt gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und den Stämmen Israels, zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss zuvor bestimmt hatten, dass es geschehen solle.

2. Korinther 5.21

Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott gilt.

Galater 3.13

Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5. Mose 21.23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«, ... 

 

  

FRAGE 39

Ist es etwas mehr, dass er gekreuzigt worden ist, als wenn er eines anderen Todes gestorben wäre?

Ja; denn dadurch bin ich gewiss, dass er den Fluch, der auf mir läge, auf sich geladen hat (Galater 3.13), weil der Tod am Kreuz von Gott verflucht war (5. Mose 21.23; Galater 3.13).

 

5. Mose 21.23

... so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn am selben Tage begraben - denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott -, auf dass du dein Land nicht unrein machst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt.      

Galater 3.13

Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5. Mose 21.23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt«, ...

 

  

FRAGE 40

Warum hat Christus den Tod erleiden müssen?

Weil wegen der Gerechtigkeit und Wahrheit (1. Mose 2.17) Gottes nicht anders für unsere Sünden bezahlt werden konnte als durch den Tod des Sohnes Gottes (Hebräer 2.9 & 2.14-15).

 

1. Mose 2.17

... aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm issest, musst du des Todes sterben.

Hebräer 2.9

Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit Preis und Ehre«; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod schmecken.

Hebräer 2.14-15

Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel, und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben Knechte sein mussten.

 

  

FRAGE 41

Warum ist er begraben worden?

Um damit zu bezeugen, dass er wahrhaftig gestorben ist (Matthäus 27.59-60; Lukas 23.50-52; Johannes 19.38-42; Apostelgeschichte 13.29).

 

Matthäus 27.59-60

Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

Lukas 23.50-52

... und hatte ihren Rat und ihr Handeln nicht gebilligt. Er war aus Arimathäa, einer Stadt der Juden, und wartete auf das Reich Gottes. Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu und nahm ihn ab, wickelte ihn in ein Leinentuch und legte ihn in ein Felsengrab, in dem noch nie jemand gelegen hatte.

Johannes 19.38-42

Danach bat Josef von Arimathäa, der ein Jünger Jesu war, doch heimlich, aus Furcht vor den Juden, den Pilatus, dass er den Leichnam Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu ab. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals in der Nacht zu Jesus gekommen war, und brachte Myrrhe gemischt mit Aloe, etwa hundert Pfund. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in Leinentücher mit wohlriechenden Ölen, wie die Juden zu begraben pflegen. Es war aber an der Stätte, wo er gekreuzigt wurde, ein Garten und im Garten ein neues Grab, in das noch nie jemand gelegt worden war. Dahin legten sie Jesus wegen des Rüsttags der Juden, weil das Grab nahe war.

Apostelgeschichte 13.29

Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben steht, nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab. 

  

  

FRAGE 42

Weil doch Christus für uns gestorben ist, wie kommt's, dass wir auch sterben müssen?

Unser Tod ist nicht eine Bezahlung für unsere Sünde, sondern nur ein Absterben der Sünden und Eingang zum ewigen Leben (Johannes 5.24; Philipper 1.23; Römer 7.24).

 

Johannes 5.24

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.

Römer 7.24

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem todverfallenen Leibe?

Philipper 1.23

Denn es setzt mir beides hart zu: ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; ... 

 

  

FRAGE 43

Was mehr nützt uns das Opfer und der Tod Christi am Kreuz?

Dass durch seine Kraft unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt, getötet und begraben wird (Römer 6.6-8 & 8.11; Kolosser 2.12), damit die bösen Lüste des Fleisches nicht mehr in uns regieren (Römer 6.12), sondern dass wir uns selbst ihm zur Danksagung aufopfern (Römer 12.1).

 

Römer 6.6-8

Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, so dass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, ...

Römer 6.12

So lasst nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, und leistet seinen Begierden keinen Gehorsam.

Römer 8.11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

Römer 12.1

Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Kolosser 2.12

Mit ihm seid ihr begraben worden durch die Taufe; mit ihm seid ihr auch auferstanden durch den Glauben aus der Kraft Gottes, der ihn auferweckt hat von den Toten. 

 

  

FRAGE 44

Warum folgt »hinabgestiegen zur Hölle«?

Damit ich in meinen höchsten Anfechtungen versichert bin, dass mein Herr Christus mich durch seine unaussprechliche Angst, Schmerzen und Schrecken, die er auch an seiner Seele, am Kreuz und zuvor erlitten hat, von der höllischen Angst und Pein erlöst hat (Jesaja 53.10; Matthäus 27.46).

 

Jesaja 53.10

So wollte ihn der HERR zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.

Matthäus 27.46

Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

 

  

FRAGE 45

Was nützt uns die Auferstehung Christi?

Erstens hat er durch seine Auferstehung den Tod überwunden, damit er uns an der Gerechtigkeit, die er uns durch seinen Tod erworben hat, Anteil geben kann (1. Korinther 15.17 & 15.54-55; Römer 4.25; 1. Petrus 1.3 & 1.21). Zweitens werden auch wir schon jetzt durch seine Kraft erweckt zu einem neuen Leben (Römer 6.4; Kolosser 3.1 & 3.5; Epheser 2.5). Drittens ist uns die Auferstehung Christi ein sicheres Pfand unserer seligen Auferstehung (1. Korinther 15.12; Römer 8.11).

 

Römer 4.25

... welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Römer 6.4

So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.

Römer 8.11

Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.

1. Korinther 15.12

Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch: Es gibt keine Auferstehung der Toten?

1. Korinther 15.17

Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; ...

1. Korinther 15.54-55

Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?«

Epheser 2.5

... auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht - aus Gnade seid ihr selig geworden -

Kolosser 3.1

Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Kolosser 3.5

So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.

1. Petrus 1.3

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, ...

1. Petrus 1.21

... die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. 

 

   

FRAGE 46

Wie verstehst du, dass er gen Himmel gefahren ist?

Dass Christus vor den Augen seiner Jünger von der Erde aufgehoben wurde gen Himmel (Apostelgeschichte 1.9; Matthäus 26.64; Markus 16.19; Lukas 24.51) und uns zugute dort ist (Hebräer 4.14 & 7.25 & 9.24; Römer 8.34; Epheser 4.10; Kolosser 3.1), bis dass er wiederkommt, zu richten die Lebendigen und die Toten (Apostelgeschichte 1.11; Matthäus 24.30).

 

Matthäus 24.30

Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und dann werden wehklagen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.

Matthäus 26.64

Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.

Markus 16.19

Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.

Lukas 24.51

Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.

Apostelgeschichte 1.9

Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.

Apostelgeschichte 1.11

Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.

Römer 8.34

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Epheser 4.10

Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

Kolosser 3.1

Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Hebräer 4.14

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis.

Hebräer 7.25

Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.

Hebräer 9.24

Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen.

 

  

FRAGE 47

Ist denn Christus nicht bei uns bis ans Ende der Welt, wie er uns verheißen hat (Matthäus 28.20)?

Christus ist wahrer Mensch und wahrer Gott: Nach seiner menschlichen Natur ist er jetzt nicht auf der Erde (Matthäus 26.11; Johannes 16.28 & 17.11; Apostelgeschichte 3.21), aber nach seiner Gottheit, Majestät, Gnade und Geist weicht er niemals von uns (Johannes 14.17-19 & 16.13; Matthäus 28.20; Epheser 4.8 & 4.12).

 

Matthäus 26.11

Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.

Matthäus 28.20

... und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Johannes 14.17-19

... den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein. Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.

Johannes 16.13

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.

Johannes 16.28

Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.

Johannes 17.11

Ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir.

Apostelgeschichte 3.21

Ihn muss der Himmel aufnehmen bis zu der Zeit, in der alles wiedergebracht wird, wovon Gott geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Anbeginn.

Epheser 4.8

Darum heißt es (Psalm 68,19): »Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.«

Epheser 4.12

... damit die Heiligen zugerüstet werden zum Werk des Dienstes. Dadurch soll der Leib Christi erbaut werden, ...

 

  

FRAGE 48

Werden aber auf diese Art die zwei Naturen in Christus nicht voneinander getrennt, wenn die menschliche Natur nicht überall ist, wo die Gottheit ist?

Mitnichten; denn weil die Gottheit unbegreiflich und allenthalben gegenwärtig ist (Apostelgeschichte 7.49; Jeremia 23.24), so muss folgen, dass sie wohl außerhalb ihrer angenommenen menschlichen Natur und dennoch nichtsdestoweniger auch in ihr ist und persönlich mit ihr vereinigt bleibt (Kolosser 2.9; Johannes 3.13 & 11.15; Matthäus 28.6).

 

Jeremia 23.24

Meinst du, dass sich jemand so heimlich verbergen könne, dass ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt? spricht der HERR.

Matthäus 28.6

Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat.

Johannes 3.13

Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.

Johannes 11.15

... und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dagewesen bin, damit ihr glaubt. Aber lasst uns zu ihm gehen!

Apostelgeschichte 7.49

»Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen«, spricht der Herr, »oder was ist die Stätte meiner Ruhe? ...«

Kolosser 2.9

Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.

 

   

FRAGE 49

Was nützt uns die Himmelfahrt Christi?

Erstens, dass er im Himmel vor dem Angesicht seines Vaters unser Fürsprecher ist (1. Johannes 2.1; Römer 8.34). Zweitens, dass wir unser Fleisch im Himmel zu einem sicheren Pfand haben, dass er als das Haupt uns, seine Glieder, auch zu sich hinaufnehmen wird (Johannes 14.2; Johannes 20.17; Epheser 2.6). Drittens, dass er uns seinen Geist zum Gegenpfand herabsendet (Johannes 14.16; Apostelgeschichte 2.1-4 & 2.33; 2. Korinther 1.22 & 5.5), durch dessen Kraft wir suchen, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes, und nicht, was auf der Erde ist (Kolosser 3.1; Philipper 3.14).

 

Römer 8.34

Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt.

Johannes 14.2

In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten?

Johannes 14.16

Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern Tröster geben, daß er bei euch sei in Ewigkeit: ...

Johannes 20.17

Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

Apostelgeschichte 2.1-4

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Apostelgeschichte 2.33

Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört.

2. Korinther 1.22

... und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

2. Korinther 5.5

Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als Unterpfand den Geist gegeben hat.

Epheser 2.6

... und er hat uns mit auferweckt und mit eingesetzt im Himmel in Christus Jesus, ...

Kolosser 3.1

Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

Philipper 3.14

... und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.

1. Johannes 2.1

Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist.

 

  

FRAGE 50

Warum wird hinzugefügt, dass er zur Rechten Gottes sitzt?

Weil Christus darum gen Himmel gefahren ist, damit er sich selbst als das Haupt seiner christlichen Kirche erweist (Epheser 1.20-23; Kolosser 1.18), durch das der Vater alles regiert (Matthäus 28.18; Johannes 5.22).

 

Matthäus 28.18

Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

Johannes 5.22

Denn der Vater richtet niemand, sondern hat alles Gericht dem Sohn übergeben.

Epheser 1.20-23

... mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hat, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.

Kolosser 1.18

Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei.

 

  

FRAGE 51

Was nützt uns diese Herrlichkeit unseres Haupts Christi?

Erstens, dass er durch seinen Heiligen Geist in uns, seine Glieder, die himmlischen Gaben ausgießt (Epheser 4.10). Danach, dass er uns mit seiner Gewalt gegen alle Feinde schützt und erhält (Psalm 2.9; Johannes 10.28; Epheser 4.8).

 

Psalm 2.9

»Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.«

Johannes 10.28

Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.

Epheser 4.8

Darum heißt es (Psalm 68,19): »Er ist aufgefahren zur Höhe und hat Gefangene mit sich geführt und hat den Menschen Gaben gegeben.«

Epheser 4.10

Der hinabgefahren ist, das ist derselbe, der aufgefahren ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.

 

   

FRAGE 52

Was tröstet dich die Wiederkunft Christi, zu richten die Lebendigen und die Toten?

Dass ich in aller Trübsal und Verfolgung mit aufgerichtetem Haupt eben den Richter, der sich zuvor dem Gericht Gottes für mich hingegeben und alle Verdammung von mir weggenommen hat, aus dem Himmel erwarte (Lukas 21.28; Römer 8.23 & 8.33; Philipper 3.20; Titus 2.13), der alle seine und meine Feinde in die ewige Verdammnis werfen (2. Thessalonicher 1.6-10; 1. Thessalonicher 4.16; Matthäus 25.41-43), mich aber samt allen Auserwählten zu ihm in die himmlische Freude und Herrlichkeit nehmen wird (Matthäus 25.34).

 

Matthäus 25.34

Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt!

Matthäus 25.41-43

Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht.

Lukas 21.28

Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

Römer 8.23

Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.

Römer 8.33

Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht.       

Philipper 3.20

Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, ...

1. Thessalonicher 4.16

Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen.

2. Thessalonicher 1.6-10

Denn es ist gerecht bei Gott, mit Bedrängnis zu vergelten denen, die euch bedrängen, euch aber, die ihr Bedrängnis leidet, Ruhe zu geben mit uns, wenn der Herr Jesus sich offenbaren wird vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht in Feuerflammen, Vergeltung zu üben an denen, die Gott nicht kennen und die nicht gehorsam sind dem Evangelium unseres Herrn Jesus. Die werden Strafe erleiden, das ewige Verderben, vom Angesicht des Herrn her und von seiner herrlichen Macht, wenn er kommen wird, dass er verherrlicht werde bei seinen Heiligen und wunderbar erscheine bei allen Gläubigen, an jenem Tage; denn was wir euch bezeugt haben, das habt ihr geglaubt. 

Titus 2.13

… und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus, ...

 

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