DER ZWEITE TEIL
Von Gott dem Vater
FRAGE 26
Was glaubst du, wenn du sprichst: »Ich glaube an Gott Vater, den Allmächtigen, Schöpfer des Himmels und der Erde«?
Dass der ewige Vater unseres Herrn Jesu Christi, der Himmel und Erde samt allem, was darinnen ist, aus nichts erschaffen hat (1. Mose 1.1; Psalm 33.6) und sie noch immer durch seinen ewigen Rat und Vorsehung erhält und regiert (Psalm 104.10-17 & 27-30; Matthäus 10.29; Hebräer 1.3; Psalm 115.1-3), um seines Sohns Christi willen mein Gott und mein Vater ist (Johannes 1.12; Römer 8.15; Galater 4.5-7; Epheser 1,5), auf den ich so vertraue, dass ich nicht zweifele, dass er mich mit allem, was für Leib und Seele nötig ist, versorgen wird (Psalm 55.23; Matthäus 6.25-26; Lukas 12.22), und auch alles Übel, das er mir in diesem Jammertal zuschickt, mir zum Guten wenden wird (Römer 8.28), weil er's tun kann als ein allmächtiger Gott (Römer 10.12) und auch tun will als ein getreuer Vater (Matthäus 6.25-26; 7.9-11).
1. Mose 1.1
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Psalm 33.6
Der Himmel ist durch das Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Hauch seines Mundes.
Psalm 55.23
Wirf dein Anliegen auf den HERRN; der wird dich versorgen und wird den Gerechten in Ewigkeit nicht wanken lassen.
Psalm 104.10-17
Du lässt Wasser in den Tälern quellen, dass sie zwischen den Bergen dahinfließen, dass alle Tiere des Feldes trinken und das Wild seinen Durst lösche. Darüber sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen. Du feuchtest die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz schön werde vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke. Die Bäume des HERRN stehen voll Saft, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. Dort nisten die Vögel, und die Reiher wohnen in den Wipfeln. Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht und die Felsklüfte dem Klippdachs.
Psalm 104.27-30
Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub. Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu die Gestalt der Erde.
Psalm 115.1-3
Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deiner Gnade und Treue willen! Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott? Unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
Matthäus 6.25-26
Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Matthäus 7.9-11
Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!
Matthäus 10.29
Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater.
Lukas 12.22
Er sprach aber zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen sollt.
Johannes 1.12
Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, ...
Römer 8.15
Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch den wir rufen: Abba, lieber Vater!
Römer 8.28
Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.
Römer 10.12
Es ist hier kein Unterschied zwischen Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen.
Galater 4.5-7
... damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! So bist du nun nicht mehr Knecht, sondern Kind; wenn aber Kind, dann auch Erbe durch Gott.
Epheser 1.5
... hat er uns dazu vorherbestimmt, seine Kinder zu sein durch Jesus Christus nach dem Wohlgefallen seines Willens, ...
Hebräer 1.3
Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe ...
FRAGE 27
Was verstehst du unter der Vorsehung Gottes?
Die allmächtige und allgegenwärtige Kraft Gottes (Apostelgeschichte 17.25-28), durch die er Himmel und Erde samt allen Kreaturen, gleichwie mit seiner Hand, noch immer erhält (Hebräer 1.3) und so regiert, dass Laub und Gras, Regen und Dürre, fruchtbare und unfruchtbare Jahre, Essen und Trinken (Jeremia 5.24; Apostelgeschichte 14.17), Gesundheit und Krankheit (Johannes 9.3), Reichtum und Armut (Sprüche 22.2), überhaupt alles, nicht aus Zufall, sondern von seiner väterlichen Hand uns zukommt.
Sprüche 22.2
Reiche und Arme begegnen einander; der HERR hat sie alle gemacht.
Jeremia 5.24
... und sprechen niemals in ihrem Herzen: »Lasst uns doch den HERRN, unsern Gott, fürchten, der uns Frühregen und Spätregen gibt zur rechten Zeit und uns die Ernte treulich und jährlich gewährt.«
Johannes 9.3
Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesündigt noch seine Eltern, sondern es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm.
Apostelgeschichte 14.17
... und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. -
Apostelgeschichte 17.25-28
Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.
Hebräer 1.3
Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majestät in der Höhe ...
FRAGE 28
Was nützt uns die Erkenntnis der Schöpfung und Vorsehung Gottes?
Dass wir in aller Widerwärtigkeit geduldig (Römer 5.3; Jakobus 1.3; Hiob 1.21), in Glückseligkeit dankbar (5. Mose 8.10; 1. Thessalonicher 5.18) und aufs Zukünftige guter Zuversicht zu unserem getreuen Gott und Vater sein sollen, dass uns keine Kreatur von seiner Liebe scheiden wird (Römer 8.38-39), weil alle Kreaturen so in seiner Hand sind, dass sie sich ohne seinen Willen weder regen noch bewegen können (Hiob 1.12; Apostelgeschichte 17.25-28; Sprüche 21.1).
5. Mose 8.10
Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.
Hiob 1.12
Der HERR sprach zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging der Satan hinaus von dem HERRN.
Hiob 1.21
... und sprach: Ich bin nackt von meiner Mutter Leibe gekommen, nackt werde ich wieder dahinfahren. Der HERR hat's gegeben, der HERR hat's genommen; der Name des HERRN sei gelobt! -
Sprüche 21.1
Des Königs Herz ist in der Hand des HERRN wie Wasserbäche; er lenkt es, wohin er will.
Apostelgeschichte 17.25-28
Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen, wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen, damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.
Römer 5.3
Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, dass Bedrängnis Geduld bringt, ...
Römer 8.38-39
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
1. Thessalonicher
... seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.
Jakobus 1.3
... und wisst, dass euer Glaube, wenn er bewährt ist, Geduld wirkt.