Jetzt wird Jiddish
Story
Während Lucky Luke gemütlich eine Rinderherde durch die Weidelandschaft treibt und die Ruhe genießt, wird er plötzlich von seinem Bekannten Jack Loser aufgesucht – und schon ist es mit der Ruhe vorbei: Nicht nur, dass dieser die gesamte Herde in Aufruhr bringt, sondern auch Lucky Lukes gemütliches Cowboy-Leben, denn Jack bittet Luke, seine Verwandten [aus Polen ausgewanderte aschkenasische Juden] aus Saint Louis abzuholen und durch den Wilden Westen nach Chelm City in Montane zu eskortieren. Und da Jack ihnen erzählt hatte, er wäre erfolgreiche Anwalt in New York, es leider aber nur zu einem vom Pech verfolgten Cowboy gebracht hat, so über nimmt Lucky Luke die Aufgabe – was auch gleich zwei Banditen auf den Plan ruft, die natürlich sofort vermuten, dass Lucka Luke nur für ganz besonders reiche Einwanderer den Führer spielt…
Zeichnung und Hintergrund
Achdé und Jul haben einen wunderbaren Comic geschaffen, in dem sie den Wilden Westen Amerikas mit der aschkenasischen Kultur Osteuropas verweben. Sowohl sprachlich hervorragend umgesetzt, strotzt der Comic voller biblischer und kultureller Anspielungen, von biblischen Riten und jüdischen Traditionen (insbesondere die kulinarischen) über biblische Anspielungen (wie David und Goliath), den zeichnerischen Umsetzungen (sehr schön das Beten: „ich wird ja vom Zuschauen seekrank“) bis hin in die Moderne, wie Anspielung auf Albert Einstein, Sigmund Freud oder Levi Strauss. Dazu finden wir auch weitere typische Lucky-Luke-Gags als auch eingebaute Film-Szenen als besondere Schmankerl: Die Anspielungen auf Rabbi Jacob und Star Wars sind besondere Glanzlichter des Comics!
Gesamtnote
Das gelobte Land ist ein hervorragender Comic, der zeichnerisch mit vielen tollen Szenen aufwartet und sprachlich wie auch inhaltlich ein extrem hohes Niveau aufweist!
Quelle: Foto-Auszug aus Lucky Luke Band 95: Lucky Luke – Das gelobte Land (Seite 29), erschienen im Egmont Ehapa Verlag GmbH