Der Wilde Westen mit russischem Einschlag…
Story
Die Kaiserliche Hoheit Großfürst Leonid ist zu Besuch in Washington, es geht um wichtige Vertragsunterzeichnungen – doch bevor es soweit ist, möchte unser Großfürst (mit linguistischer Unterstützung seines Dolmetschers!) eine Reise in den Wilden Westen durchführen: Den wirklich wilden Westen mit Indianerüberfällen, derben Cowboys, Banditen etc.! Und damit nichts passiert, soll Lucky Luke auf beide aufpassen – was diesem natürlich nicht besonders gefällt bei all den lauernden Gefahren… und unser Cowboy wäre nicht er selbst, wenn ihm da nicht der ein oder andere Trick einfallen täte… und so kommt es zu einer witzig-urigen Tour durch den (mehr-oder-minder) Wilden Westen…
Zeichnung und Hintergrund
Morris und Goscinny ist es hervorragend gelungen, in diesem Comic den „Wilden Westen“ mit dem „Wilden Osten“ – sprich der (klischeehaften) russischen Mentalität des späten 19.Jh zu vereinigen: Der dominante Großfürst, der Wodka genauso schätzt wie Russische Roulette; der russische Terrorist, der sein Ziel immer wieder knapp verfehlt; die von Lucky Luke inszenierten (und entschärften) „Wild-West-Aktionen“; ein gefakter Goldrausch, der zu einem Goldrausch führt; Bahnüberfälle und auch richtige Banditen – alles zusammen ergibt ein lustiges Potpourri, was zeichnerisch schön in Szene gesetzt dem Leser manch genussvolle Minute bereitet…
Gesamtnote
Mit Der Großfürst haben Morris und Goscinny erneut einen überzeugenden Comic mit tollem Thema und vielen originellen Ideen geschaffen, weswegen auch dieser Comic ein sehr gut erhält!
Quelle: Foto-Auszug aus Lucky Luke Band 46: Lucky Luke – Der Großfürst (Seite 4), erschienen im Egmont Ehapa Verlag GmbH