Asterix - Der große Graben

     

    Diesmal geht’s in die Nachbarschaft…

    Story

    Dieses Mal müssen Asterix und Obelix (und auch Miraculix!) in einem anderen gallischen Dorf aushelfen: Diese „kleine Dorf, das dem von Asterix zum Verwechseln ähnlich sieht“ – und in dem scheinbartiefer Frieden herrscht! Doch dem ist nicht so, denn das Dorf wird von einem tiefen, wasserlosen Graben durchzogen, welcher das Dorf in zwei Hälften teilt. Die eine wird von Griesgramix, die andere von Grobianix regiert – da sind natürlich zünftige Raufereien vorprogrammiert! Und wie könnte es in so einer Geschichte zudem nicht anders sein, so sind die Kinder der beiden herrischen Herren heimlich ineinander verliebt…

    Doch das Rad dreht sich schneller, als Grobianix – angestachelt von seinem Ratgeber Greulix – die Römer zu Hilfe bittet! Doch als Griesgramix davon erfährt, bittet er seinen Sohn Grünix, sich auf den Weg in unser altbekanntes Dörfchen zu machen… was ihn gleich mit einer zünftigen Rauferei begrüßt! Dort erläutert er Majestix, dem früheren Waffengefährten seines Vaters Griesgramix, die Situation – und so beschließen unsere Helden zusammen mit dem Weisen Miraculix, sich auf den Weg zu machen, was zu ein wenig Chaos in den Reihen der Römer führen wird… LATÜRNICH!

    Zeichnung

    Mit „Der Große Graben“ präsentiert uns Uderzo sein erstes eigenes Asterix-Album: Zeichnerisch auf dem bekannt hohen Niveau, wirkt die Story insgesamt noch recht einfach. Dabei muss man jedoch auf alle Fälle zugestehen, dass sich Uderzo sehr viel Mühe gemacht hat, geschichtliche als auch literarische Anspielungen einzubauen: So lässt der Graben an die Deutsche Teilung (oder auch an die Berliner Mauer) denken, ebenfalls das Zitat von Louis XIV. „Der Staat bin ich“ wird in der Form „Das Dorf bin ich“ dem Grobianix in den Mund gelegt. Auf literarischer Seite finden wir Parallelen und Anspielungen auf die Märchen der Gebrüder Grimm oder Gullivers Reisen von Swift; die gesamte Liebesgeschichte zwischen Grünix und Grienoline lässt mich zudem auch ein wenig an Romeo und Julia denken – nur mit Happy End, ebenso wie mich das Aussehen von Grünix ein wenig an den (colorierten) Zeichenstil der Prinz Eisenherz-Comics von Hal Foster erinnert…

    Gesamtnote

    Mir fällt es etwas schwer, diesen Comic zu bewerten. Da mich die Geschichte nicht so ganz überzeugt, finde ich Ihn insgesamt eher durchschnittlich; auf der anderen Seite jedoch werten viele literarische Anspielungen sowie Situationskomik den Comic wieder auf! Zuletzt muss ich auch gestehen, dass es einer der ersten Comics ist (vielleicht sogar der erste), die ich von Asterix gelesen habe, und daher einen riesigen Nostalgie-Wert für mich hat – und mich die kugelrunden Römer als Kind immer begeistert haben – und das gibt dem Ganzen ja eine zusätzliche persönliche Note! Daher gibt es von mit ein gut!

     

    Quelle: Foto-Auszug aus Asterix Gesamtausgabe Band 9: Der Große Graben (Seite 48), erschienen im Egmont Ehapa Verlag GmbH