28. Dezember

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2. Samuel 5.23:

Und David fragte den Herrn.

 

Als David den Herrn fragte, hatte er gerade einen entscheidenden Sieg über die Philister errungen. Sie waren heraufgekommen mit großen Haufen, aber unter dem Beistand Gottes hatte David sie zerstreut. Als sie nun zum zweiten Mal kamen, zog er ihnen nicht in den Kampf entgegen, ohne den Herrn zuerst zu fragen. Hätte er nicht wie in ähnlichen Fällen viele andere sagen können: Es wird mir wieder gelingen; ich kann mich darauf verlassen, dass ich nach dem ersten Sieg noch einmal die Oberhand gewinne; warum sollte ich mich jetzt aufhalten lassen und erst den Herrn fragen? Nein, so nicht! Er hatte die eine Schlacht gewonnen durch des Herrn Macht und wollte keine zweite wagen, ohne sich auf die gleiche Weise zu versichern. Er fragte und hielt zurück, bis ihm Gottes Antwort ward.

Lerne von David, dass du nichts unternimmst ohne Gott! Wenn du den Pfad deiner Pflicht erkennen willst, so nimm Gott zum Führer. Willst du dein Schifflein durch die dunklen Wogen lenken, dann vertraue das Steuer der Hand des Allmächtigen an. Mancher Klippe kannst du entgehen, wenn du diesem Steuermann die Führung übergibst. Manche Sandbank und manche Untiefe wird gefahrlos umgangen, wenn du dich Seinem unumschränkten Willen und Wort gehorsam unterwirfst. „Wenn ein Christ sein Glück selbst schmieden will, klopft er sich gewiss auf die Finger“, sagten die alten Puritaner. Es liegt eine große Wahrheit darin. Wir müssen auf Gottes Führung mit uns achten. Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst, lautet Gottes Verheißung an Sein Volk, Darum wollen wir alle unsere Nöte vor Ihn bringen und zu Ihm sagen: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Gehe heute nicht an dein Tagewerk, ohne dass du den Herrn fragst.

(Spurgeon)